Donnerstag, 12. Januar 2012

Bemerkenswertes zum Abschied

Wir haben nun fast drei Wochen auf Bali verbracht und heute fragte ich nach der Barong Aufführung unseren Guide, wie es um die Kriminalitätsrate auf Bali aussehen würde. Seine Antwort war zum schmunzeln "Kriminalität, dass ist nix für Balinesen". Die Götter sehen ja sofort was man tut und die Strafe erfolgt nach dem Tod und zur Wiedergeburt. Einige Nicht-Hindus der anderen Inseln, die auf Bali arbeiten und leben, neigen jedoch schon einmal zu Diebstählen.
Michael hat einmal eine Großmutter dabei beobachtet, wie sie ihren Enkel auf den Hintern klatschte, weil er über die Straße zu seiner Schwester laufen wollte. Ansonsten haben wir die ganze Zeit keinen Streit, kein Geschrei, keine Aggression oder dergleichen wahrgenommen. NIcht einmal die Hunde oder Hühner, die sich an den Opferschalen gütlich tun, werden verscheucht. Unglaublich... und ansteckend! Weder Michael noch ich hatten Lust uns auch nur zu beschweren, falls mal etwas nicht stimmte. Und meistens regelte es sich sowieso mit einer ausreichenden Portion Freundlichkeit.
Sicherheitshalber habe ich unseren Guide nochmals befragt, wie Balinesen sich streiten ;-). Auch sie tun es und manchesmal endet es auch mit kratzen, kämpfen, treten, dem Bemühen der Dorfältesten oder gar der Polizei. Also auch Balinesen sind Menschen ;-) ... und das macht sie noch sympathischer.
Wir haben unseren letzten Abend wieder mit Salsa tanzen beendet. Meine Shoppingtour war eher anstrengend. Die Ruhe und die vielen ausgleichenden Natureindrücke werden doch sehr dadurch gestört, obwohl selbst beim Shoppen die Balinesen sehr relaxt und freundlich sind. Einer der häufigsten Sätze in der Urlaubszeit, die uns entgegen gebracht wurden, waren: " Take time! Relaxe! Enjoy your drink! Enjoy your dance" Enjoy your meal! Enjoy your time" Und das haben wir gemacht!!!
Morgen geht es nach einem Restshopping, Fußreflexmassage und Packen zum Flughafen. Ein paradiesischer Urlaub geht zu Ende :-(.

Mittwoch, 11. Januar 2012

Abschied und neue Fotos

Seit Gestern sind wir wieder in Ubud - natürlich waren wir nach einem lecken balinesischen Abendessen noch mal Salsa und Rueda tanzen ;-)
Heute Morgen hatten wir unseren letzten Ausflug... erst mal eine Tanzvorführung mit Barong sehen; diese erzählt die Geschichte von Gut und Böse, die sich gegenseitig nicht überwinden können, repräsentiert durch die Hexe Ranga und den Barong ... mit viel Gamelan Musik und Legong Tanz war dies ein schöner Auftakt für den Tag.
Danach haben wir einen Tempel mit heiligem Wasser besucht und den Balinesen beim zeremoniellen Bad in demselben zugesehen und schliesslich nochmals den Vulkan und schöne Reisterassen besichtigt.
Jetzt sitze ich faul im Hotel und Dagmar ist shoppen ... also lade ich Bilder von der Kamera auf den Computer, schreibe den Blog und werde gleich auch noch einige Bilder aus unserem letzten Hotel und vom heutigen Tag zum Blog laden...
Damit geht ein wunderschöner erholsamer Urlaub zu ende ... und wir werden nach 25 Stunden Reisezeit (Ubud-Köln) ab Samstag wieder zu Hause schlafen!

Montag, 9. Januar 2012

Tauchen und Mehr

Ihr Lieben,
seit Tagen sind wir nun in Permuteran – in der Hotelanlage Pondok Sari . Wir haben das herrlichste Häuschen, mit Freibad und Tagesbett auf dem Dach. Es wäre das Paradies, wenn nicht die kleinen Moskitos wären, die immer über uns herfallen. Aber irgendetwas wird sich der Schöpfer schon etwas dabei gedacht haben, als er die Tierchen auf die Welt schickte.
Wir haben hier nun noch mehr Ruhe genossen, unseren Körper durch balinesische Massagen gepflegt und die Sehenswürdigkeiten des Meeres kennengelernt. Auch ich habe mich nach einem Refreshkurs wieder mutig vom Boot in die Tiefe gestürzt. Bis auf 12,5 Tiefenmeter bin ich gekommen und habe zwei wunderschöne Tauchgänge mit Michael erlebt. Der Tauchplatz steht unter Naturschutz und so konnten wir ein farbenprächtiges Korallenriff betrachten. Bunte Fischschwärme umgaben uns, Clownfische verteidigten ihr Annemonenheim, Seesterne verzierten das Riff und viele Kleintiere waren bei besonderer Beobachtungsgabe oder Hilfestellung des Tauchguides zu erblicken.
Michael hat noch acht weitere sehr schöne Tauchgänge erlebt und vor allem viele Kleinlebewesen des Meeres kennengelernt. Ich habe leider meinem Rücken nicht mehr zumuten wollen.
Dennoch genieße ich das Hiersein sehr. Entweder wir blicken hier auf ein prachtvolles Grün, das die wunderbarsten Naturprozesse hervorbringt oder auf das unendliche Meer. Ringsherum die Götterwelt, der hier in keinster Weise zu entkommen ist. Was ich ja auch gar nicht möchte ;-).
Kürzlich haben wir erfahren, dass die ca. 2.6 Millionen Hindus auf Bali 1,2 Millionen Zeremonien im Jahr abhalten und dafür ca. 500 Euro im Monat pro Familie aufbringen. Unfassbar! Der Jahres-, Monats-, und Tagesverlauf hängt von diesen Zeremonien ab. Die anstehende Renovierungsarbeit in diesem Ressort ist eigens auf die nächste große Zeremonie verlegt worden, da zu dieser Zeit ohne niemand wirklich zur Arbeit herangezogen werden kann. Von daher kann das Ressort auch geschlossen werden. Eine Projektzeitverlängerung für die Renovierung ist jedoch schon jetzt voraussagbar. Aber so ist hier nun mal das Leben. Herrlich es mal aus einer ganz anderen Perspektive erleben zu dürfen.

Mittwoch, 4. Januar 2012

Permuteran

Heute sind wir in Permuteran angekommen. Es ist ein kleiner Ort im Norden Bali`s, direkt am Meer. Uns fehlen fast die Worte, unser Hotel, die Anlage, den Strand und das Meer zu beschreiben. Es ist mit Abstand der schönste Ort und das traumhafteste Hotel, das wir je auf Reisen bewohnt haben. Hier gibt es ja keine klassischen Zimmer, sondern "nur" Häuschen. Demzufolge bewohnen wir ein kleines Holzhaus im ausgeschmücktesten balinesischen Stil, den man sich nur vorstellen kann. Alles ist verziehrt ohne kitschig zu wirken. Holzornamente, Steinskulpturen, Glasarbeiten, Bambus, Stoffe, Blumen, Assessoires, .... . Bis auf einen wild und bunt blinkenden Christbaum im Restaurant, mit übigsten Girlanden und bunten Kugel ;-)ist alles so schön, dass der Kauf eines quadratisch-praktischen Reihenhauses immer mehr in den Hintergrund rückt. Und damit komme ich nochmals zu meinen Grundgedanken und den tief
bewegenden Eindrücken, die eine Kultur hinterlässt, die durch eine paradiesische Natur, innigster Dankbarkeit an die Götterwelt, handwerklich-künstlerischer Schöpferkraft und wohlwollendem Gemeinsinn geprägt ist. Das Leben besteht aus Feiern, Zeremonien, Opfergaben herstellen, Leben in der Familie und seiner Aufgabe nachgehen. Nirgendwo ist Hektik oder schlechte Stimmung. Mir fehlen die Worte...
Auf dem Weg über die Berge haben wir wundervoll angelegte Reis-, und Gemüsefelder gesehen, einen Wasserfall, der einen Urspruch des genossenschaftlich organisierten
Wasserverteilungssystems bildet, mehrere Bergseen, unter an dem einer der bedeutensten Tempel .... steht. Darüber hinaus befinden sich an gleicher Stelle ein buddistischer Tempel sowie eine Moschee und das ruhig - schön - und friedvoll.
Wir haben auch noch an einem Local Market halten können, um das erste Mal auf Bali tropische Früchte und frisches Gemüse (Möhren, Gurken, Paprika, Avocado) einkaufen zu können. So ein local Market bietet doch eine gute Möglichkeit, mit den Menschen näher in Kontakt zu kommen.
Darüber hinaus wurde jegliches Handel durch die gute Begleitung unseres Guides unnötig. Entspanntes kosten, kaufen und schauen stand ganz im Fokus unseres Tuns. Michael konnte darüber hinaus noch ein kleines Kind fotografieren und das Bild mit unserem kleinen Reisedrucker ausdrucken. Eine große Freude von Mutter und Kind kamen uns entgegen.
So geht wieder ein wundervoller Tag zu Ende. Wir haben soeben köstlich gespeist und werden gleich in unserem Traumhäuschen verschwinden.
Morgen wird Michael die Unterwasserwelt erkunden. Ich brauche erst eine Refresh-Kurs, der erst übermorgen stattfindet. Stattdessen habe ich im SPA Bereich eine balinesische Ganzkörper-, mit Fussreflexionsmassage gebucht ;-). Und arbeiten werde ich, was in dieser Atmosphäre sicherlich zu einem Genuss wird :-).

Montag, 2. Januar 2012

Kecak Dance und Fahrradtour

Nach einem faulen Morgen am Pool hat es am 1.1. den ganzen Nachmittag geregnet ... auch hatten viele Geschäfte geschlossen. Abends, als der Regen nachliess sind wir dann durch Ubud geschlendert und haben spontan eine Kecak Dance Aufführung gebucht ... auch wenn dieser traditionelle Gesang eine rituelle Bedeutung hat und die Sänger in Trance dann unverwundbar werden sollen, haben die wiederholten aufeinander abgestimmten Gesänge der rund 60 Männer auch in der Touristenversion etwas faszinierendes...
Gesten hatten wir dann unsere Fahrradtour ... zunächst wurden wir bei blendendem Wetter auf den Vulkan gefahren, von dem man auch den größten See Balis sehen kann. Danach ging es dann an die Auswahl des Fahrrads und dann über 2,5 Stunden meist bergab, bis wir kurz vor Ubud wieder ins Auto umsteigen durften...Bei dem hiesigen Verkehr macht das Fahrradfahren nur auf Feldwegen und Nebenstraßen Spaß....Auf dem Fahrrad ist man den Leuten viel näher und so haben einen die Schulkinder, die gerade auf dem Heimweg waren "abgeklatscht" und überall wurden wir freundlich gegrüßt. Da die Sonne schien, wurde der Reis zum Trocknen auf die Straße geschüttet und immer wieder gewendet ... teilweise funktioniert so auch dreschen, in dem man die Autos über den Reis fahren läßt.
Schließlich haben wir noch einen Gänsehirten kennen gelernt.
Den Nachmittag haben wir dann faul am Pool verbracht bis uns der Regen wieder ins Zimmer vertrieben hat. Nach nur 2 Stunden hörte es aber wieder auf und wir waren erneut in einer Tanzveranstaltung, diesmal Gamelan Musik und Legong Tanz ... jetzt wollen wir noch Schattentheater kennen lernen - mal sehen, ob das noch klappt...

Sonntag, 1. Januar 2012

Regenzeit.....

Falls Ihr euch wundert, woher die Zeit zum bloggen kommt, gerade hat es mal wieder 3 Stunden geregnet, so daß wir vom Pool ins Restaurant geflüchtet sind - gut dass es hier schnelles wlan gibt ;-)

hier noch 2 links:
Cafe Havannna in Ubud
Sylvestersalsa